Der selbsternannte Satoshi Nakamoto, Craig Wright, muss nun eine Liste aller öffentlichen Adressen der von ihm zum 31. Dezember 2013 gehaltenen Bitcoin bereitstellen. Laut dem Richter der Vereinigten Staaten, Bruce Reinhart, wird Wright die entsprechenden Bitcoin-Adressen am oder vor dem 15. Mai 2019 bereit stellen.

Wright hatte Einwände gegen die Kläger erhoben, die ihn auffordern wollten, die öffentlichen Bitcoin-Adressen aufzulisten, indem er einen Antrag einreichte. Der Antrag hatte argumentiert, dass es „übermäßig aufwändig“ gewesen wäre, eine vollständige Liste seiner Bitcoin-Bestände zu erstellen. Der US-Richter Reinhart hat diesen Antrag nun abgelehnt und festgestellt, dass er nicht durch Tatsachen gestützt wird.

Die Kleiman Immobilien gegen Craig Wright
Die neueste Entwicklung mit der Nummer 18-CIV-80176 ist Teil des Discovery-Prozesses in einem Prozess, in dem der selbsternannten Satoshi Nakamoto, Veruntreuung des Vermögens seines Partner Dave Kleiman beschuldigt wurde, der die Klage im Jahr 2013 eingereichte hatte und im Februar letztes Jahr verstarb.

Im Jahr 2011 hatten Kleiman und Wright eine Partnerschaft geschlossen, um ein Bitcoin-Mining-Unternehmen namens W&K Info Defense Research LLC zu gründen. Kleimans Nachlass behauptet, der selbsternannte Satoshi Nakamoto habe sich verschworen, um das Eigentum an den von Dave gehaltenen Bitcoins zu beanspruchen.

Je nach Absprache hat Wright Kleiman von der Hälfte oder von allen 1,1 Millionen von W&K abgebauten Bitcoins betrogen. Daves Bruder, Ira Kleiman, ist der Hauptkläger und der persönliche Vertreter des Nachlasses des Verstorbenen.

Tulip Trust – das Epizentrum der Betrugsvorwürfe
Neben den Bitcoin-Adressen muss Wright auch alle Bitcoins identifizieren, die er 2011 an Tulip Trust überwiesen hat. Tulip Trust, ein Blind Trust, wurde im selben Jahr gegründet, in dem die Überweisungen getätigt wurden.

In Bezug auf das blinde Vertrauen muss Wright auch Dokumente vorlegen, die sich darauf beziehen. Wright muss auch die Treuhänder des Tulip Trusts identifizieren, sowohl die derzeitigen als auch die früheren sowie die Begünstigten. Der US-Richter Reinhart hat angeordnet, dass dies am oder vor dem 8. Mai 2019 erfolgen muss.

Am oder vor dem 9. Mai 2019 muss Wright außerdem Dokumente vorlegen, aus denen hervorgeht, wie der Tulip Trust gegründet, verwaltet und betrieben wurde. Der selbsternannte Satoshi Nakamoto wird auch unter Eid angeben müssen, wie die Bitcoins in den Tulip Trust gebracht wurden.

Kleimans Familie behauptet, Dave habe W&K nie abgetreten. Im letzten Monat hat Wright eine E-Mail erstellt, die dies annullieren soll, die jedoch als betrügerisch eingestuft wurde. Der selbsternannte Satoshi Nakamoto zog es später als Beweis zurück. Wright hat auch versucht, die Klage bei verschiedenen Gelegenheiten abweisen zu lassen.

Wird der Rechtsstreit Kleiman Estate gegen Craig Wright dabei helfen, den wahren Satoshi Nakamoto aufzudecken?
Der Tulip Trust, hält angeblich ungefähr 1,1 Millionen Bitcoin. Dies stimmt mit der Anzahl der von Satoshi Nakamoto gehaltenen Bitcoin überein. Es gibt zwar keine Garantie dafür, dass weitere Informationen über den Tulip Trust den echten Satoshi Nakamoto aufdecken, der Entdeckungsprozess könnte jedoch mehr Licht und Erkenntnisse bringen.

Darüber hinaus könnte der Entdeckungsprozess auch dazu dienen, Theorien über die Identität von Satoshi Nakamoto zu entwickeln oder zu zerstören.

Dies ist insbesondere deshalb so, weil bemerkenswerte Persönlichkeiten im Bereich der Kryptowährung Vermutungen anstellen, dass Dave Kleiman der wahre Schöpfer von Bitcoin gewesen sein könnte. Dazu gehört Jeff Garzik, einer der führenden frühen Bitcoin-Entwickler. Ich persönlich, zähle mich auch zu dieser Gruppe.

Jeff Garzik: “Dave Kleiman Was [Likely] Satoshi“ – Likely or not, probably we will never know.

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Mit freundlichen Grüßen J.O. Schneppat (schneppat.com)